BERNER OBERLAND
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19. Velogemel Weltmeisterschaft

Mittwoch, 5. Februar 2014 / 10:48 Uhr
aktualisiert: 14:06 Uhr

Als Traditions-Wintersportort darf man sich die kleine Marotte eines eigenen Schneesportgeräts leisten. Adelboden hat den Skibock, Grindelwald den Velogemel.

Der Velogemel ist das Markenzeichen von Grindelwald, diente früher der flotten Fortbewegung und war besonders bei Handwerkern, Bauern, Postboten und dem Arzt beliebt.

Der Velogemel ist das Markenzeichen von Grindelwald, diente früher der flotten Fortbewegung und war besonders bei Handwerkern, Bauern, Postboten und dem Arzt beliebt. Erfunden wurde der einkufige Velogemel vor 102 Jahren vom Wagner Christian Bühlmann, der den Velogemel 1911 in Bern zum Patent anmeldete (wo zwei Jahre zuvor noch Albert Einstein arbeitete). Heute ist der Velogemel ein Sport- und Fungerät, das auf den Schlittelwegen und schneebedeckten Strecken rund um Grindelwald oft verwendet wird.

Seit 1996 findet in Grindelwald die Velogemel-Weltmeisterschaft statt - und zwar bei jedem Wetter. Gestartet wird einzeln oder in 3er-Teams. Die Strecke umfasst nicht nur abfallende, sondern auch ebene Wegstücke, wo Könner ihr Talent in der «Trottinett-Technik» anwenden können. Aus Ernst wird am Abend Spass: Höhepunkt ist wie jedes Jahr die Velogemelparty nach dem Rennen. Warum? Der Velogemeler geniesst und schweigt.

Das 24–Stunden-Rennen von Le Gsteig

Insider wissen: Es ist eines der härtesten Skirennen der Schweiz. Während 24 Stunden kämpfen 35 Teams (EinzelfahrerInnen oder 3er-Teams) gegeneinander. Das Ziel ist, in den 24 Stunden möglichst viele Runden zu fahren. Eine Runde dauert inklusive Bergfahrt rund 3 Minuten. Selbstverständlich ist die Piste in der Nacht beleuchtet, aber das ist noch das kleinste Problem für die Teilnehmer. Aus Sicherheitsgründen dürfen die Fahrer so oft gewechselt werden wie sie wollen. Diese Saison findet das 24-Stunden-Skirennen von Gsteig zum 9. Mal statt.

(asu/winterguide.ch)


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